Jede Blüte zählt. Jeder Lebensraum zählt. Und jeder Mensch kann etwas für Wildbienen tun.
Stell dir einen Frühling vor, in dem Obstbäume blühen, Wiesen voller Blumen stehen und trotzdem nur noch wenige Insekten zu beobachten sind. Ein solcher Gedanke macht deutlich, wie wichtig die kleinen Bestäuber für unsere Natur sind.
Wildbienen schützen – unsere kleinen Helfer brauchen eine Zukunft
Warum wir Wildbienen schützen müssen
Wenn wir über Bienen sprechen, denken viele zuerst an die Honigbiene. Doch neben ihr leben zahlreiche Wildbienenarten, die einen ebenso wichtigen Platz in unserer Natur einnehmen.
Wildbienen bestäuben Blüten, unterstützen die Fortpflanzung vieler Pflanzen und tragen zum Erhalt unserer biologischen Vielfalt bei. Manche Arten besuchen zahlreiche unterschiedliche Blüten, andere sind auf ganz bestimmte Pflanzen spezialisiert.
Sie leben oft unauffällig und ganz anders als die Honigbiene. Viele Wildbienen bilden keine großen Völker, sondern versorgen ihre Brut selbst. Ihre Nester finden sich beispielsweise im Boden, in hohlen Pflanzenstängeln oder in geeigneten Hohlräumen im Holz.
Im Bienenkindergarten möchten wir Kindern die faszinierende Welt der Bienen näherbringen. Durch Beobachten, Fragen, Spielen und Entdecken lernen sie, wie eng Pflanzen, Insekten und Menschen miteinander verbunden sind.
Was bedroht unsere Wildbienen?
Diese faszinierende Vielfalt ist schützenswert.
Wildbienen benötigen geeignete Nistplätze, ausreichend Nahrung und naturnahe Lebensräume. Genau diese Voraussetzungen fehlen ihnen vielerorts.
**Zu wenig Blüten:**
Wenn Wiesen häufig gemäht werden und heimische Blühpflanzen verschwinden, fehlt vielen Wildbienen die Nahrung.
**Fehlende Nistplätze:**
Versiegelte Flächen, aufgeräumte Gärten und der Verlust geeigneter Bodenstellen erschweren die Fortpflanzung.
**Der Verlust natürlicher Lebensräume:**
Bebauung, intensive Landnutzung und der Einsatz bestimmter Pflanzenschutzmittel können Wildbienen zusätzlich gefährden.
Wenn Kinder eine Wildbiene an einer Blüte entdecken, entstehen Fragen: Wo lebt sie? Was sammelt sie? Warum besucht sie diese Blume? Und wie können wir ihr helfen?
Aus solchen Fragen werden kleine Naturforscher.
Wie können wir Wildbienen helfen?
Die Folgen betreffen nicht nur einzelne Insekten. Wenn Arten verschwinden, geraten auch die Beziehungen zwischen Pflanzen, Bestäubern und anderen Lebewesen aus dem Gleichgewicht.
Die gute Nachricht: Wir können direkt vor unserer Haustür beginnen. Ein Garten, ein Balkon, ein Schulhof oder eine kleine Grünfläche kann zu einem wertvollen Lebensraum werden.
1. Heimische Wildblumen pflanzen
Pflanze möglichst heimische, standortgerechte Blühpflanzen. Achte darauf, dass vom zeitigen Frühjahr bis in den Herbst hinein unterschiedliche Blüten zur Verfügung stehen.
2. Natürliche Nistplätze erhalten
Lasse geeignete offene Bodenstellen bestehen. Auch Totholz und markhaltige oder hohle Pflanzenstängel können für bestimmte Wildbienenarten wertvoll sein.
Wildbienen entdecken – Natur verstehen
2. Natürliche Nistplätze erhalten
Lasse geeignete offene Bodenstellen bestehen. Auch Totholz und markhaltige oder hohle Pflanzenstängel können für bestimmte Wildbienenarten wertvoll sein.
3. Weniger mähen
Lasse einen Teil deiner Wiese wachsen und mähe abschnittsweise. So bleiben Blüten und Rückzugsorte länger erhalten.
4. Auf chemische Pflanzenschutzmittel verzichten
Gestalte deinen Garten möglichst naturnah und vermeide unnötige Risiken für bestäubende Insekten.
5. Ein Wildbienenhotel sinnvoll einsetzen
Ein fachgerecht gebautes Wildbienenhotel kann einigen Arten Nistmöglichkeiten bieten. Es ersetzt jedoch weder natürliche Nistplätze noch ein vielfältiges Blütenangebot.